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Lucas Riechert - Mittwoch 28 Dezember 2022

Apple überarbeitet Maps in den Niederlanden und erlaubt App-Shops von Drittanbietern

Zwei Neuigkeiten von der Apple-Front: Das Unternehmen hat die Karten seiner Maps-App in den Niederlanden komplett überarbeitet. Sie haben zum Beispiel viel mehr Details und man kann die Umgebung mit 360-Grad-Fotos betrachten. Darüber hinaus wird Apple ab 2024 auch andere Anbieter auf dem iPhone in seinem App-Shop zulassen. Dies ist auf den Druck der Europäischen Union zurückzuführen, die strengere Regeln für die großen Tech-Giganten vorschreibt. 

Apple Karten

Bislang verwendet Apple selbst erstellte Karten, die unter anderem auf Daten von TomTom basieren. Das hat sich geändert: In den letzten Jahren hat das Unternehmen seine eigenen Autos und Flugzeuge über und durch die gesamten Niederlande und die umliegenden Länder geschickt, die mit Kameras und allen möglichen Sensoren neue Informationen gesammelt haben. So entstanden wesentlich detailliertere Karten, die nun auch für niederländische Apple-Kunden zur Verfügung stehen. Hierfür ist keine Aktualisierung erforderlich, sie werden von Apple automatisch aktualisiert. Dies ist ein weiterer unmittelbarer Vorteil der neuen Karten: Sie werden schnell aktualisiert, wenn sich die Verkehrslage ändert. Außerdem bieten die neuen Karten viel mehr Details. Grünflächen lassen sich zum Beispiel viel besser identifizieren, wenn man zwischen Parks, Wäldern, Golfplätzen und Sportanlagen unterscheidet. Auch das Wasser wird mit Details an Kais, Küstenlinien, Flüssen und Steigleitungen genauer dargestellt. Auch die Städte und Dörfer sind viel detaillierter, und zum Beispiel sind die Einkaufszonen gelb eingefärbt (früher waren sie auf den Karten kaum von anderen Gebäuden zu unterscheiden). Sie können die Karten in 3D betrachten, um auch alle Gebäude einzeln zu sehen und zu unterscheiden. Mit der Funktion "Kijk Rond", die an Google Streetview erinnert, können die Niederlande nun auch in 360 Grad mit Fotos betrachtet werden. 

Bessere Autonavigation und Fahrradkarten in Kürze

Mit der Einführung dieser neuen Karten ist auch die Navigation im Auto wesentlich detaillierter. So werden beispielsweise Geschwindigkeitsbegrenzungen angezeigt, und die Sprachunterstützung kann auch während der Fahrt aktiviert und genutzt werden. Statt "In 300 Metern links abbiegen" sagt die Navigation jetzt "An der nächsten Ampel links abbiegen", weil die App weiß, dass es dort jetzt eine Ampel gibt. Auch die Anreise wird berücksichtigt, so dass die Nutzer nicht an den Rand einer Einkaufszone oder eines Parkplatzes geführt werden, sondern wirklich an ihr Ziel. Navigationssysteme für Fahrräder sind in den Niederlanden leider noch nicht vorhanden. Wir sind jedoch der Meinung, dass die Kartenaktualisierung auch die Grundlage für Fahrradkarten gelegt hat, die laut Apple ganz oben auf der Liste der zukünftigen Innovationen stehen. 

App-Shops von Drittanbietern für das iPhone ab 2024 erlaubt 

Laut Bloomberg bereitet sich Apple auf App-Stores von Drittanbietern in iOS vor. Bis jetzt hat Apple dies immer abgelehnt, Verbraucher können Apps nur über den Apple App Store herunterladen. Dies scheint sich nun jedoch aufgrund neuer EU-Verordnungen, die für 2024 erwartet werden, zu ändern. So bereiten sich die Apple-Mitarbeiter darauf vor, "bestimmte Teile" der Apple-Plattformen für Außenstehende zu öffnen. Dies soll es iPhone- und iPad-Nutzern schließlich ermöglichen, Apps außerhalb des Apple App Store über andere Anbieter zu installieren. Diese Apps unterliegen daher nicht der 30 %igen Provision, die Apple derzeit für Apps im App Store berechnet. Vorerst möchte Apple diese Änderung nur innerhalb der Europäischen Union einführen. Schließlich müssen große Technologieunternehmen ab 2024 das neue europäische Gesetzespaket "Digital Markets Act" einhalten. 

Werden Sie als Apple-Nutzer auch Apps aus App-Shops von Drittanbietern herunterladen oder werden Sie sich an den Apple App Store halten? 

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